6 Dalmatiner auf dem Malerweg

Ganz viele Punkte unterwegs auf dem Malerweg
-Wanderurlaub mit 6 Dalmatinern in der sächsischen Schweiz –

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Am Samstag, den 9.9.2013 kamen wir – nach einem kurzen Zwischenstop in Leipzig bei den Scheibenholz-Dalmatinern mit Welpenknuddeleinlage- am Nachmittag in Königstein – Leupoldishain auf dem Ferienhof Gabriel an.
Wir… das sind 5 Mädels und 6 Dalmatiner, wir kennen uns schon seit Jahren, und obwohl wir aus allen Ecken Deutschlands stammen, finden wir uns doch inzwischen recht regelmäßig zusammen, und diesmal wollten wir gemeinsam den Malerweg wandern.
Gewohnt haben wir in den Ferienwohnungen „Amselfall“ und „Barbarine“, die nach dem netten Rundgang mit Frau Gabriel und Klärung der Bürokratie uns doch ziemlich begeisterten. Liebevoll eingerichtete, moderne, Ferienwohnungen mit viel Platz für Mensch und Hund.

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Den Ferienhof Gabriel kann man für Urlaub mit Hund tatsächlich nur empfehlen. Es gibt direkt in der Umgebung prima Auslaufgebiete, jede Wohnung hat einen eigenen Eingang und es ist wunderbar ruhig.

http://www.ferienhof-gabriel.de

Apropos ruhig… man hat die meiste Zeit – zum Glück! – „kein Netz“! Das wurde überhaupt wie so vieles ein geflügeltes Wort in diesem Urlaub. „Also ich hab kein Netz. Du?“ Also Handyempfang äußerst schwierig, so dass der ruhige Urlaub tatsächlich kein bloßes Wunschdenken bleibt. Aber keine Sorge, es gibt WLAN J .
Den ersten Abend verbrachten wir nach kurzen Spaziergängen mit gemütlichem Kochen und erzählen, natürlich wurde die erste Flasche Hugo angebrochen und wir hatten wie überhaupt die ganze Woche eine Menge Spaß.
Gut ausgeruht starteten wir dann am nächsten Morgen nach dem gemeinschaftlichen Frühstück durch.
Achtung, die (auf sächsisch) „dufte Truppe“ kommt!!!
Da wir nicht immer Rundtouren gelaufen sind, haben wir Autos aufgeteilt und an den Anfang und das Ende der Tour ein bzw. zwei Autos gestellt, was wunderbar geklappt hat.

Hier das erste Gruppenfoto mit Selbstauslöser an der Elbe in Stadt Wehlen, dem Endpunkt der ersten Etappe.

Unbenannt

 

Die erste Etappe des Malerwegs ist recht einfach zu laufen, wir hatten Glück mit dem Wetter und waren direkt begeistert von der wunderschönen Natur des Elbsandsteingebirges!
Die Hunde waren üblicherweise (in den Naturschutzgebieten, die den Großteil des Malerwegs ausmachen sowieso) an der Leine. Entweder mit Geschirr und Leine oder mit Zuggeschirr, Bauchgurt und Ruckdämpfer, so dass der Hund auch im Zug nach Art des „Dog Trekkings“ arbeiten kann.

Hier die ersten Eindrücke: der romantische Liebethaler Grund führte uns über die Lochmühle zum Koordinatenstein sowie zum wunderbaren Richard-Wagner-Denkmal, an dem die dort ertönende klassische Musik die mystische Stimmung unterstrich.

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Dort waren wir glaube ich das erste Mal die absolute Attraktion. 6 Dalmatiner auf dem Malerweg!!

Wir wurden immer wieder fotografiert, gefilmt, und natürlich kamen auch die üblichen Sprüche. „Wo sind denn die 95 anderen?“ (manchmal waren die Rechenfähigkeiten aber auch nicht so gut, und es waren 93 oder 97 😉 ). Ganz süß war auch ein kleiner Junge: „Mama, Mama, ganz viele die gleichen!!“. Oder: „wird hier ein Film gedreht?“ „Warum ist der eine denn beige-braun?(Amy)“ oder „sind die alle verwandt?“ (was dann unsererseits zur Ahnentafelrecherche der Hunde führte).
Auf der anderen Seite waren wir irgendwann schon so daran gewöhnt, bestaunt zu werden, dass Andrea an einem Tag, wo wir „Neigungsgruppen“ mit größerer und kleinerer Tour aufgeteilt hatten, sich direkt rechtfertigte: „normalerweise sind wir 6 Dalmatiner“.

Überhaupt waren wir aber so harmonisch, die Stimmung war immer gut, so dass nicht nur Kimi „Kraft aus der Gruppe“ geschöpft hat, sondern alle anderen auch. Das wurde dann auch eins der vielen geflügelten Worte.
Ganz besonders Angelikas angebrochener Rippe nach Unfall vor gut einer Woche haben die Wanderungen wider Erwarten gut getan, und sie war dann diejenige, die uns regelmäßig mit einem euphorischen „und wie ist denn jetzt der Plan?“ voller Taten- und Wandergeist überraschte. Da wurde also bei angeregtem Kreislauf klar ne Menge Zellschrott abgebaut!

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Die erste Etappe war auf jeden Fall bei bestem Wetter ein wunderbarer Einstieg in den Malerweg und der Wandertag klang bei einem leckeren Eis im Kirchgarten der Stadt Wehlen aus, auch wenn Günni ein paar Mal scharfe Ermahnungen wegen versuchtem Pfotenlecken benötigte und die Gesichter der vorübergehenden Touristen einen Videodreh bei unserem Anblick wert waren!

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Die nächsten Tage sollten bis auf den Mittwoch eher wechselhaftes Wetter bieten, so dass wir die täglichen Touren nach Wetter, Lust und Laune angepasst haben.

Den kompletten Malerweg zu laufen, wäre doch zu stressig geworden, denn der Weg ist immer wieder doch auch recht anspruchsvoll mit ordentlichen Steigungen, vielen Treppen oder natürlichen Stufen aus Fels oder Wurzelwegen. Und wir wollten Spaß und Entspannung!
Auch die vielen Eindrücke für die Hunde sind nicht zu unterschätzen, die Punktehunde brauchten ihre Ruhephasen trotz Pausen während der Wanderungen, und waren dann aber – wie wir es gewohnt sind – immer mit Begeisterung dabei. Na gut, Nele wäre vielleicht doch das ein oder andere Mal lieber zu Hause geblieben ;).

Nicht alle Etappenabschnitte des Malerweges sind für Hunde geeignet, z.T. geht es über Eisenleitern, die mit Hund nicht zu überwinden sind.

Hierfür gibt es aber bzgl. der Planung in der sehr zu empfehlenden neuen Malerweg-Broschüre empfohlene Umleitungen, und auch im Internet findet man viele Hinweise.
Literatur- und Internetempfehlungen findet man am Ende des Artikels!

Die weiteren Tage vergingen dann wie im Flug.

Am zweiten Wandertag sind wir einen Abschnitt der zweiten Etappe des Malerwegs gelaufen, von Stadt Wehlen aus ging es am „Steinernen Tisch“ vorbei bis zur Bastei, mit einer grandiosen Aussicht und spannenden Überquerung der Basteibrücke, bevor es steil bergab Richtung Rathen ging, an dem das zweite Auto geparkt war (kleiner Tip: Rathen ist mit Auto durchaus zu befahren, und die „Sondergenehmigungen“ zum Parken gibt es gegen einen Obulus in der Touristeninformation zu kaufen. Und ein weiterer Tip: wer nicht ständig „zivilen Ungehorsam“ üben möchte, sollte genug Kleingeld für die Parkautomaten dabei haben.).

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Am 3. Wandertag haben wir den Hunden vormittags eine Pause gegönnt und sind nach einem normalen Gassigang vom Ferienhof aus ohne die Hunde zur Festung Königstein gefahren.
Den 15 minütigen Fußweg zur Festung vom Parkhaus aus haben wir faulerweise mit der Bimmel-Bahn zurückgelegt und hatten einen Heidenspaß dabei. Annika ist uns erst mal abhanden gekommen, sie durfte direkt beim Fahrer vorne mitfahren und hatte bereits einiges über die Burg gelernt, bevor wir sie wieder in Empfang nehmen konnten.Dabei wollte sonst immer Angelika vorne sitzen! Also insbesondere in den Hochdachkombis. Was dann dazu führte, dass wir anderen dann die Schiebetüren vom Combo nicht schließen konnten (moderne Technik!) und Theresa selbst ran musste.

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Dann ging es in die Festung. Sehr beeindruckend. Die Festung ist so groß, dass wenn man an den Mauern entlang geht, man erst nach 2 km wieder am Ausgangspunkt auskommt. Das Gelände ist riesig, einige Ausstellungen und viele Gebäude inkl. Restaurants sind zu besichtigen, die „Blitzeiche“ in der mehrfach der Blitz eingeschlagen ist und die deswegen einen eigenen Blitzableiter bekommen hat, haben wir nur irgendwie übersehen. Leider war der Panoramaaufzug gerade außer Betrieb, das wäre sicher toll gewesen. Wir haben uns mittags dann erst mal mit warmem Kakao und Fritten gestärkt, es war nämlich plötzlich empfindlich kalt geworden.
Man hat natürlich eine wunderschöne Aussicht auf das Elbtal!

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Der Nachmittag hat uns dann wandernd mit den Hunden von Hohenstein (Achtung, freilaufende riesige Gans) zur Brandaussicht geführt, die uns dann aber wahrscheinlich auch auf Grund des Regens nicht besonders überzeugen konnte. Zudem der Aprilscherz an der Mauer der Brandaussicht mit der Hochwassermarkierung nach den Hochwasserkatastrophen aus dem Sommer, die nur allzu präsent waren, in unseren Augen nicht gerade witzig war.
Dafür war der nächste Tag grandios, das Wetter wunderbar, auch wenn wir uns das zweite Mal in Neigungsgruppen aufgeteilt haben. Die eine Gruppe machte eine nette Wanderung von der Ferienwohnung aus, die zweite Gruppe hat sich der 7. Etappe des Malerwegs angenommen. Einstieg war über den Muselweg von Gohrisch aus, und wir hatten nach Kartenstudium eine Rundwanderung geplant und sind letzten Endes einfach zur Ferienwohnung zurückgewandert. Ok, am Ende hat unsere Kartographin dann doch das GPS des Iphones zu Rate ziehen müssen, aber sonst waren wir perfekt auf Kurs 😉 .

Und hier die Eindrücke vom Muselweg, Pfaffenstein, Felsplateau, Klammweg (den muss man nicht auslassen, der macht Spaß J ), Abstecher zur Barbariiiine (das muss man sächselnd aussprechen) und Turm Pfaffenstein mit Gasthaus.

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Kennt ihr schon das Märchen „vonn de Barbariiine“ ? Statt zur Kirche zu gehen hat die kleine Barbara lieber Blaubeeren im Wald gegessen, aber ihr blauer Mund hat sie verraten, so dass die Mutter sie verfluchte. Und seit dem haben wir in Sachsen unsere Barbarine, bei Wind und Wetter!! Nur haben wir sie trotz Abstecher nicht gesehen, aber, man kann nicht alles haben J . Dafür war uns klar, die Festung im Rücken ist immer richtig, und der Lilienstein ist eigentlich überall J

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Der Donnerstag sollte dann unser letzter richtiger Wandertag werden. Wir haben uns hierfür das Kirnitzschtal ausgesucht, und einen Rundweg geplant. Vorbei ging es am Lichtenhainer Wasserfall und am Kuhstall und auf dem Rückweg schrammten wir dann noch an den Affensteinen vorbei J .

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Abends belohnten wir uns in der Wochen zum zweiten Mal mit einem Essen im Refugium in Pirna, das absolut zu empfehlen ist! Außer der wunderschönen Atmosphäre des uralten Gewölbekellers, der nach kaum 2 Monaten nicht einen Hauch von den vollständigen Überschwemmungen mehr zeigte, waren unsere persönlichen Servicekräfte an beiden Abenden super nett und zuvorkommend und haben uns die Einzelheiten der Überschwemmungskatastrophe in Pirna geschildert, der Stadt in der die Mehrzahl der Erdgeschosse weiterhin nicht bewohnt sind und die Trocknungsgeräte weiterhin laufen.

Aber das Refugium konnte von Steak medium rare bis Salat in allen Punkten überzeugen, und zusammen mit einem wunderbaren „Hugo“ (der auch an diesem Abend nicht fehlen durfte J ) hatten wir hier zwei wunderbare gemeinsame Restaurantabende. Das Refugium bekommt ein großes „Gefällt mir“ von uns! Man sollte übrigens reservieren, und als wir das getan haben, musste Annika auch versprechen, dass sie selbst auch dabei ist!

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http://www.refugium-pirna.de

Aber auch sonst überzeugen sowohl Pirna als auch Königsstein als wunderbare Städte mit Charme (man muss sich vor der anstehenden Wahl nur die unsäglichen NPD-Plakate wegdenken) – wenn unsere Angelika sich nicht zwischendurch mal aus dem Staub macht hihi!

Den Freitag nutzten wir dann zum Check in @ DDR-Museum-Pirna. Zwar mit einem Hauch des „ewig Gestrigen“ versehen und ohne kritische Töne stellt das Museum aber wunderbar den Alltag in der DDR dar, am schönsten waren hier die Stimmen der in Berlin bzw. Leipzig aufgewachsenen Teilnehmer unserer Gruppe: „ohhhh, das kenn ich von früher!“. Und für den westdeutschen Rest ein Einblick in das damalige Leben aus erster Hand, mit Erzählungen von Planwirtschaft und Thälmannpionieren extrem interessant und lohnenswert!

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Und mit einem wunderbaren Abend mit Vernichtung der restlichen Lebensmittel (so ne Gruppe Mädels kann ja kochtechnisch echt erfinderisch werden und es war sooo lecker!) ging unsere gemeinsame Punktetier-Wandergruppen-Woche schon wieder viel zu früh zu Ende. Schnief! Zum Glück sehen wir uns ja bald schon wieder!
Und für Insider: Vielleicht ist Eliska dann ja schon eingezogen und Andrea konnte im anstehenden Gewinnspiel ihren Exmann an den Gewinner bringen J .

Bis dahin gilt: „no pictures please“ , Fotos mit etwas mehr Fuß und bitte nicht den Udo vergessen!
Mädels, ich vermisse Euch jetzt schon!

http://www.saechsische-schweiz.de/malerweg.html?utm_source=mw&utm_medium=301&utm_campaign=1&cHash=f2e85e195a017eabd2cc010b11ce9739

http://www.saechsische-schweiz.de/urlaubsthemen/aktivurlaub/wandern/wandern-ohne-hindernisse/wandern-mit-hund/wandern-mit-hund-auf-dem-malerweg.html

http://www.thielpr.com/de/tourismus-pr/aktuelles/details/archive/2013/january/article/saechsische-schweiz-wanderromantik-broschuere-neu-aufgelegt.html?tx_ttnews%5Bday%5D=07&cHash=2672ad2215d53bf94fccac7d3f92ed4e

8-teiliges Wanderkartenset Malerweg (erhältlich über den Tourismusverein Sächsische Schweiz) und auch GPX-Daten

http://www.fernwege.de/einkauf/wanderfuehrer/malerweg/index.html

Wanderkarte Malerweg 1:25.000 (www.malerweg.de)

 

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